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In der FASCHINGSZEIT
werden auf den Höfen Krapfen gebacken und im Dorf gibt es einen
Umzug für Kinder.
Der Aschermittwoch leitet uns die FASTENZEIT
ein. In dieser 40-tägigen Zeit wird auf dem Bauernhof nicht
so üppig gekocht und die strengen Fastentage wie Aschermittwoch,
Gründonnerstag und Karfreitag werde eingehalten. Bei der christlichen
Feier des Aschermittwochs werden die Palmzweige des vorigen Jahres
verbrannt, um sich mit dieser Asche ein Kreuzzeichen auf den Kopf
machen zu lassen, ein Symbol für den Rhythmus des Lebens.
In der Hälfte der Fastenzeit gibt es im Lesachtal
den Brauch des sogenannten "BREZENTRAGENS".
Burschen bringen den Mädchen, die sie verehren Brezn und am
Karsamstag bekommen die Burschen dann von den Mädchen genauso
viele gefärbte Eier zurück.
Am Palmsonntag wird der "PALMBUSCHN"
geweiht. Zweige der Salweide werden zusammengebunden in die Kirche
getragen und dort geweiht. Am Gründonnerstag werden dann daraus
kleine Kreuzchen gemacht und Eier gefärbt,
Am Karfreitag vor Sonnenaufgang werden die Kreuzchen vom Bauern
im Wirtschaftsgebäude und im Haus an den Türstock genagelt
um Segen und Schutz für das ganze Jahr zu erbitten. Diese werden
auch ins Feld und auf den Acker gesteckt. Die Bäuerin bäckt
den Reindling und kocht das Geselchte für den Weihkorb am Karsamstag.
Ein Reindling ist ein Germteig gefüllt mit Zimt, Zucker und
Rosinen. Er wird in einem sogenannten " Reindl" gebacken,
deshalb der Name Reindling.
Am Karsamstag richtet die Bäuerin den WEIHKORB
her. In diesen Korb kommen Brot, Geselchtes, Krenwurzen, Reindling,
gefärbte Eier und eine selbst dekorierte Osterkerze. Mit einem
selbstgestickten Weihkorbdeckchen, meist mit Kreuzstich genäht,
wird der Korb zugedeckt und am Abend in die Kirche getragen um zu
weihen. Am Ostersonntag zum Frühstück gibt es dann diese
Köstlichkeiten. Vom sogenannten Osterfeuer am Karsamstag nehmen
die Bauersleute ein Stück Kohle mit nach Hause, um am nächsten
Tag damit den Herd anzuheizen.
Am Ostersonntag gibt es dann noch den Brauch des "EIERTURTSCHENS".
Das Ei wird mit der spitzeren Seite nach oben in der Faust gehalten.
Gegenseitig werden die Eier aneinander "geturtscht". Ziel
ist es, das eigene Ei solange als möglich unversehrt zu erhalten.
Der Verlierer muß sein Ei dem Gewinner abgeben. Weiters wird
auch das "EIERWELGN"
durchgeführt. Dabei werden zwei Rechen aneinander gelegt, damit
eine nach unten abschüssige Bahn entsteht. Die Eier werden
oben auf die Stiele gelegt und nach unten rollen gelassen. Wer dem
anderen sein Ei berührt, darf dieses behalten. Natürlich
suchen die Kinder ihre vom Osterhasen versteckten Osternester.
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